Wenn es mal wieder schneller gehen soll ...
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Ausbildung

Der Fachbereich Ausbildung der Stormarner Jugendfeuerwehren untergliedert sich derzeit in zwei Arten von Aus- und Fortbildungen. Auf der einen Seite ist dies das feuerwehrtechnische Ausbildungsangebot, das in enger Kooperation mit dem Kreisfeuerwehrverband Stormarn angeboten wird. Zu diesem Angebot gehören die Jugendgruppenführerfortbildung und die technischen Seminare mit den Themen „Sprechfunk“, „Technische Hilfeleistung“, „Atemschutz“ und „Maschine“. Darüber hinaus wird mit dem Leistungsnachweis Truppmann Teil I allen Mitgliedern der Stormarner Jugendfeuerwehren nach erfolgreich absolvierter Leistungsspange die Möglichkeit geboten, den ersten Teil der feuerwehrtechnischen Grundausbildung abzuschließen.


Auf der anderen Seite bietet die Stormarner Jugendfeuerwehr ein Bildungsangebot für die Funktionsträger in den Jugendfeuerwehren. Das Jugendgruppenleiterseminar, das zweimal jährlich mit externen Referenten allen Jugendgruppenleitern und Jugendgruppenführern offen steht, beschäftig sich mit den Themen „Spiele in der Gruppenarbeit“, „Motivation“, „Die Gruppe und ich“, „Konflikte“, „Rhetorik“, sowie „Kommunikation und Führung“. In inhaltlicher Abstimmung mit dem Jugendgruppenleiterseminar findet einmal pro Jahr auch die Fortbildung der Jugendfeuerwehrwarte statt. Dabei stehen die Themen im Mittelpunkt, die auch bei den Jugendgruppenleitern im jeweiligen Jahr angeboten werden.


Zudem stellt das „Grundlagenseminar Jugendfeuerwehr“ eine Hilfestellung für alle Jugendfeuerwehrwarte, Betreuer und Jugendliche mit Führungsaufgaben in den örtlichen Jugendfeuerwehren dar. Dabei wird grundlegendes Wissen rund um das Thema „Jugendfeuerwehr“ vermittelt und verschiedene Ausbildungskonzepte innerhalb der Jugendfeuerwehren vorgestellt. Weiterhin bietet das „Neigungsseminar Jugendfeuerwehr“ allen Jugendfeuerwehrwarten und Betreuern ein erweitertes Angebot der Fortbildung zu bestimmten aktuellen Themen der Jugendarbeit, deren Behandlung auf den regelmäßig stattfindenden Dienstversammlungen zu kurz kommt.

Die Jugendleiter/In-Card (Juleica) ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter-innen in der Jugendarbeit. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis der Inhaber-innen. Zusätzlich soll die Juleica auch die gesellschaftliche Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement zum Ausdruck bringen.

Qualifikation
Die Juleica bürgt für Qualität: Jede-r Juleica-Inhaber-in hat eine Ausbildung nach festgeschriebenen Standards absolviert. Neben den bundesweiten Mindestanforderungen, die von der Jugendministerkonferenz 2009 beschlossen worden sind, hat jedes Bundesland ergänzende Qualitätsstandards, die z.B. die Dauer der Ausbildung regeln (bundesweit mind. 30 Stunden, in einigen Bundesländern bis zu 50 Stunden). Zu den vorgeschriebenen Inhalten der Juleica-Ausbildung gehören (Beschluss der Jugendministerkonferenz 2009):

  • Aufgaben und Funktionen des Jugendleiters/der Jugendleiterin und Befähigung zur Leitung von Gruppen,
  • Ziele, Methoden und Aufgaben der Jugendarbeit,
  • Rechts- und Organisationsfragen der Jugendarbeit,
  • psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen,
  • Gefährdungstatbestände des Jugendalters und Fragen des Kinder- und Jugendschutzes.

Darüber hinaus wird empfohlen, aktuelle Themen des Jugendalters und der Jugendarbeit wie Partizipation, Geschlechterrollen und Gender Mainstreaming, Migrationshintergrund und interkulturelle Kompetenz, internationaler Jugendaustausch und auch verbandsspezifische Themen zum Bestandteil von Ausbildungsstandards zu machen.
Zusätzlich wird bei der Beantragung der Juleica der Nachweis über die Teilnahme an einer Erste-Hilfe-Ausbildung verlangt.

Für die Jugendarbeit gibt es mit der Juleica eine qualitativ hochwertige Ausbildung für Ehrenamtliche – eine vergleichbares Qualifikationsinstrument für Ehrenamtliche gibt es in kaum einem anderen Bereich des ehrenamtlichen Engagements.


Der Antrag auf Ausstellung der Juleica muss von dem Träger (Jugendverband, Jugendring oder Jugendinitiative) geprüft und befürwortet werden. Im Rahmen dieser Prüfung müssen sich die Träger auch versichern, dass die/der Antragsteller-in über die notwendige geistige Reife verfügt, um die verantwortungsvolle Aufgabe gut auszuüben. Jugendleiter-innen müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
Die Eltern können also ganz beruhigt ihr Kind an den verschiedenen Angeboten der Jugendarbeit teilnehmen lassen, wenn die Betreuer-innen die Juleica besitzen.
Bei den meisten Jugendverbänden in Deutschland ist die Juleica (bzw. wenigestens die Teilnahme an einer Juleica-Ausbildung) die Voraussetzung dafür, dass junge Menschen selber verantwortlich eine Jugendgruppe leiten oder eine Ferienfreizeit betreuen dürfen. Die Juleica ist maximal drei Jahre gültig. Anschließend kann sie erneut beantragt werden, wenn die/der Jugendleiter-in die Teilnahmen an einer Fortbildung nachweisen kann.

Legitimation
Die Juleica legitimiert die Inhaber-innen auch gegenüber öffentlichen Stellen, wie z.B. Informations- und Beratungsstellen, Jugendeinrichtungen, Polizei und Konsulaten.
Diese Einrichtungen sind aufgefordert, die ehrenamtlichen Jugendleiter-innen in Notsituationen und bei Problemen zu unterstützen und fachlich zu beraten.
Gesellschaftliche Anerkennung & Vergünstigungen
Jugendleiter-innen engagieren sich ehrenamtlich: Für ihre Tätigkeit erhal-ten sie i.d.R. keinen Cent. Als kleines Dankeschön für ihr Engagement sind
daher mit der Juleica auch einige Vergünstigungen verbunden. Welche es vor Ort gibt, ist regional sehr unterschiedlich. Die Palette der Vergünstigungen reicht vom kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad bis hin zu Ermäßi-
gungen beim Kino-Besuch. Bundesweit gibt es zz. ca. 2.700 Vergünstigungen, die auf juleica.de eingetragen wurden.

Beantragung der Juleica
Seit dem 01.04.2009 wird die Juleica online beantragt. Der Online-Antrag ist auf www.juleica.de zu finden.

Statistik
Bundesweit gibt es über 100.000 Ehrenamtliche in der Jugendarbeit, die eine gültige Juleica besitzen. Viele weitere Jugendleiter-innen haben zwar die Ausbildung absolviert, aber die Juleica nicht beantragt. Die meisten
Jugendleiter-innen (über 60%) sind zwischen 16 und 25 Jahren alt. Diese Jugendleiter-innen ermöglichen über 95% aller Angebote der Jugendarbeit: Jahr für Jahr betreuen sie über 50.000 Ferienfreizeiten,
ebenso viele Seminare, ungezählte Gruppenstunden und weitere Aktionen. Dadurch tragen sie ganz wesentlich dazu bei, dass es bundesweit ein abwechslungsreiches, nichtkommerzielles Freizeit- und Bildungsangebot für
Kinder und Jugendliche gibt.

Allgemein
Dieses Seminar richtet sich an Jugendfeuerwehrwarte, ihre Stellvertreter und Betreuer, aber auch interessierte Wehrführungen und Jugendliche ab 16 Jahren mit Führungsaufgaben in der Jugendfeuerwehr. Das Seminar behandelt stets ein frei gewähltes Schwerpunktthema. Zusätzlich werden aktuelle für die Jugendfeuerwehr relevante Themen aus verschiedenen Fachbereichen behandelt. Darüber hinaus stellt das Seminar allen Teilnehmern eine Plattform zum Erfahrungsaustausch dar.

Ablauf
Das Seminar findet als Tageslehrgang im Ausbildungszentrum des Kreisfeuerwehrverbandes in Nütschau an einem Samstag statt. Beginn ist um 8.00 Uhr, Ende gegen 15.00 Uhr. Nach einer kurzen Einführung schließt sich das jeweilige Schwerpunktthema an, ergänzt durch aktuell anstehende Themen oder Fragen aus den Reihen der Teilnehmer. Ein allgemeiner Erfahrungsaustausch rund um das Thema Jugendfeuerwehr findet im Anschluss statt.

Mögliche Schwerpunktthemen

Unfallverhütungsvorschrift: Vermittelt werden die zu beachtenden Vorschriften zur Unfallverhütung. Es wird auf besondere Gefahren hingewiesen, aber auch Informationen zum Umgang mit Unfällen im (Jugend-) Feuerwehrdienst gegeben.
Hygiene: Gerade auf Freizeitfahrten, auf denen das Essen selbst eingekauft, verwahrt und zubereitet wird, sind einige wichtige Grundsätze im Bezug auf die Hygiene zu beachten. Diese Grundsätze und allgemeine Informationen zu Bereichen, in denen wir bei der Feuerwehr mit Hygienevorschriften in Kontakt kommen, werden in diesem Seminarteil vermittelt.
Dienstgestaltung: In jeder Jugendfeuerwehr etablieren sich über die Jahre gewisse Gewohnheiten der Dienstgestaltung. Exemplarisch berichten in diesem Seminarteil Jugendfeuerwehrwarte über die Durchführung der Dienste in ihren Jugendwehren und sollen so Denkanstöße für die eigene Jugendarbeit vor Ort geben.
Kindeswohlgefährdung: Vor dem Hintergrund von immer neuen Schreckensnachrichten in den Medien über misshandelte und vernachlässigte Kinder werden bei diesem Thema den Teilnehmern Informationen zum Umgang mit Verdachtsfällen gegeben. Darüber hinaus wird die Arbeitsweise der Behörden erläutert und den Teilnehmern rechtliche Grundlagen zur Arbeit und zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen gegeben.
Beteiligung: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Jugendfeuerwehr. Möglichkeiten, Werte, Rechte und Pflichten.

Allgemein
Dieses Seminar richtet sich an angehende (stellvertretende) Jugendfeuerwehrwarte, Betreuer, Wehrführungen und Jugendliche mit Führungsaufgaben in der Jugendfeuerwehr. Es werden den Teilnehmern verschiedene Themen rund um den Jugendfeuerwehrdienst vermittelt, dazu gehören:

  • Ausbildung in der JF: Inhalte und Rahmenbedingungen nach FWDV 2 und aktuelle Erlasslage
  • Verwaltung einer JF: Von der Beschaffung von Kleidung bis zum Führen eines Kassenbuches
  • Vorstellung und Erläuterung des Inhalts der Jugendordnung
  • Leistungsnachweise im Jugendfeuerwehrbereich (Jugendflamme und Leistungsspange)
  • Überblick und Anforderung verschiedener Wettbewerbe
  • Unfallverhütungsvorschrift
  • Dienstplangestaltung
  • Grundzüge der Aufsichtspflicht

 

Ablauf
Das Seminar findet als Tageslehrgang im Ausbildungszentrum des Kreisfeuerwehrverbandes in Nütschau an einem Samstag statt. Die Themen werden je nach Kenntnisstand der Teilnehmer auch vertieft behandelt und es bleibt Zeit auch auf konkrete Fragestellungen einzugehen.

Allgemein
Mit dem Leistungsnachweis Truppmann Teil I schließen die Jugendfeuerwehrmitglieder nach erfolgreichem Erwerb der Leistungsspange Ihre Truppmannausbildung Teil I (äquivalent dem Anwärterlehrgang) ab. Anschließend stehen den Jugendlichen weitere Lehrgangsangebote aus dem Bereich Truppmann Teil II offen. Hierdurch kann die Ausbildung zum Truppmann nahezu vollumfänglich während der Jugendfeuerwehrzeit absolviert werden. Lediglich wenige Inhalte der Ausbildung (Stichwort hydraulisches Rettungsgerät) müssen nach dem Übertritt in die Einsatzabteilung noch nachgeholt werden, bevor die Ausbildung zum Feuerwehrmann / zur Feuerwehrfrau vollständig abgeschlossen ist.

Ablauf Leistungsnachweis Truppmann Teil I
Beginn ist um 8.00 Uhr morgens im Ausbildungszentrum des Kreisfeuerwehrverbandes in Nütschau. Den Teilnehmern wird zunächst ein allgemeiner Abriss über die für den Leistungsnachweis relevanten Themen gegeben. Bei Bedarf werden einzelne Themen auch intensiver wiederholt und anschließend wird der Leistungsnachweis geschrieben. Nachmittags wird noch eine praktische Prüfung auf dem Übungsplatz der Kreisfeuerwehrzentrale abgelegt.

Ablauf und Module Truppmann Teil II
Die Module werden Blockweise im Ausbildungszentrum des Kreisfeuerwehrverbandes als Tageslehrgang angeboten. Es lassen sich aber auch einzelne Teile eines Moduls separat buchen, um bestimmte Themen, die eventuell bei der Ausbildung in der örtlichen Wehr verpasst wurden oder dort zu kurz gekommen sind, nachzuholen. Eine bedarfsorientierte Zusammenstellung der Modulinhalte ist möglich. Dadurch können Beginn und Ende der Ausbildung individuell voneinander abweichen. Eine Auflistung der Inhalte der verschiedenen Module ist im Folgenden dargestellt:

Modul 1
  • Rechtsgrundlagen
  • Objektkunde
  • TH-Bewegen von Lasten
Modul 2
  • ABC-Gefahren / Verhaltensgrundsätze
  • TH-Sichern von Einsatzstellen
  • TH-Beleuchtung von Einsatzstellen
Modul 3
  • Gefahren im Zivilschutz – ABC Waffen
  • Gefahren im Zivilschutz - Dekontamination
  • Gefahren im Zivilschutz - Schutzmaßnahmen
  • Grundlagen, Rettungsmaßnahmen Zivilschutz
Modul 4
  • Rettung-Einsatzübung Menschenrettung
  • Rettung-Selbstretten
  • Rettung-Sichern gegen Absturz
  • Löscheinsatz gemäß FwDV 3
Modul 5
  • Hygiene im Einsatz
  • Wasserförderung
 

 





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Wir sind die Stormarner Jugendfeuerwehren.

Stormarn ist ein Kreisgebiet und liegt im Süden Schleswig-Holsteins.
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